Zur Software Challenge in Kiel 2009
Verfasst von vinci am 5. Juni 2009
Ich habe mir mal dieses Jahr das Finale im Sophienhof angeschaut. Dazu meine Kritik:
Soviel ich weiss werden die Clients nicht quelloffen entwickelt. Es geht hierbei sehr um Konkurrenz statt um Kooperation. Zudem sind die Clients hinterher nutzlos – und taugen nur für den Wettbewerb. Das das praxisnah ist kann ich nicht sehen – eher dass das ganze sehr akademisch ist.
Mist fand ich die vielen kleinen mädchenfeindlichen Sprüche des RSH-Moderators – und am Ende auch die erdrückende Mehrheit an Stipendien für die Jungs. Mag ja sein, dass da einfach zum Großteil auch das wiederspiegelt wie das Interesse in den Klassen gelagert sind – aber ich habe das Gefühl, das gerade hier dringen was geändert werden müsste.
Absurd fand ich die Trostpreise und die Einkaufsgutscheine für den Sophienhof. Ich würde gerne zum SFD2009 im September einen „Free Software Contest“ durchführen um mal ein wenig mehr Gewicht auf Freie Software zu legen.
Mathis sagte
Ich war auch dabei, stand für unser Team drei mal auf der Bühne und hielt am Ende tatsächlich den Pokal in den Händen.
Es stimmt schon, dass die ganze Aktion wenig mit Open-source zu tun hat. Allerdings würde ich behaupten, dass es insgesamt weniger um die entültig entstandene Software als viel mehr um den eigentlichen Prozess der Programmierung geht. Das Programm ist wirklich hinterher nutzlos und nur für den Wettbewerb geschrieben.
Die Software-Challenge wird von der Uni Kiel veranstaltet um Schüler für die Informatik zu interessieren und sie möglichst zu einem Informatik-Studium in Kiel zu gewinnen. Und ich denke um Schüler zu für die Informatik zu begeistern, ist der Wettbewerb ausgezeichnet! Wenn man mit der Programmierung anfängt halte ich es für angebracht nicht direkt „sinnvolle“ Software schreiben zu wollen, sondern etwas, dass einem Spaß macht und die Programmierkenntnisse aufbaut oder erweitert.
Wir haben zur Organisation im Team ein SVN verwaltet und den Client in Eclipse entwickelt. Eine Umgebung die mir von der open-source Welt nicht all zu weit entfernt scheint.
Die Geschlechterverteilung war schon stark auffällig, allerdings wird das bei einem Reiterturnier genau andersrum aussehen.
Insgesamt fand ich den Wettbewerb sehr gelungen, was vielleicht auch mit dem Ausgang zu tun hat…
Wir haben viel gelernt und hatten dabei eine Menge Spaß und Spannung.
Thilo Pfennig sagte
Hallo Mathis,
sicher hat der Wettbewerb auch so seinen Nutzen gehabt haben – gerade für euch Schüler. Mir gings nur drum, dass man es BESSER machen kann. Und das würde ich gerne, auch wenn wir vielleicht nicht die Mittel haben. Wir werden sehen, was wir da anbieten können.
Thilo Pfennig sagte
Ach ja und Gratulation!