Verfasst von vinci am 14. April 2009
Nach langer Verwendung von aptitude habe ich nun noch mal einen Artikel auf ubuntuusers-Wiki gelesen. Debian hatte ja dazu aufgerufen nicht mehr apt-get zu verwenden. Was mir nicht bewusst war, war das Synaptic und die Updater von Ubuntu alle nur auf apt-get aufsetzen. Das Problem hierbei ist, das dadurch dann die Paketdatenbank durcheinander gerät. Das heisst man müsste im Grunde die ganze Ubuntu-Updatesoftware deaktivieren und nicht für Updates benutzen, wenn man aptitude verwendet.
Das ist alles sehr verwirrend. Und ich werde mir wohl überlegen mein Ubuntu lieber noch mal von vorne zu installieren. Da mein /home-Verzeichnis auf einer Extra-Partition liegt hätte ich damit im wesentlichen keinen Datenverlust. Allenfalls Extrasoftware wie livestation u.a. müsste ich noch einmal installieren. Und wenn ich neu installiere würde ich nie wieder aptitude nutzen. Wenn ich aptitude deinstallieren will sehe ich aber:
$ sudo apt-get remove aptitude
[sudo] password for vinci:
Paketlisten werden gelesen… Fertig
Abhängigkeitsbaum wird aufgebaut
Lese Status-Informationen ein… Fertig
Die folgenden Pakete werden ENTFERNT:
aptitude tasksel tasksel-data ubuntu-minimal ubuntu-standard
0 aktualisiert, 0 neu installiert, 5 zu entfernen und 0 nicht aktualisiert.
Nach dieser Operation werden 13,6MB Plattenplatz freigegeben.
Möchten Sie fortfahren [J/n]?
Wieso gehört aptitude zu ubuntu-minimal, wenn man es auf gar keinen Fall nutzen sollte?
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Verfasst von vinci am 22. September 2008
Seit einiger Zeit gilt „aptitude“ als empfohlenes Werkzeug zur Paketverwaltung anstelle von „apt-get“. Siehe dazu auch: AptitudeVsAptGet im Wiki von debianforum.de. Dort werden einige Gründe genannt, die ich hier verkürzt wiedergebe, bzw. auch erweitert habe:
- aptitude lässt sich sowohl als Komandozeilenbefehl ausführen wie auch als Benutzeroberfläche.
- In der Kommandozeile lassen sich verschiedene Aktionen in einem Befehl sehr einfach kombinieren , wie: „aptitude install PAKET1+ PAKET2- „, wodurch das erste Paket installiert und das zweite deinstalliet wird.
- aptitude kennt erweiterte Statusinformationen für die installierten Pakete.
- In aptitude kann eingestellt werden, ob nur abhängige, empfohlene oder auch vorgeschlagene Pakete automatisch installiert werden.
- Sowohl in der Kommandozeile als auch in der Benutzeroberfläche lassen sich bestens Paketkategorien wie Name, Beschreibung, usw. filtern und suchen (es kann somit auch apt-cache zum Suchen ersetzen)
- In der Benutzeroberfläche lassen sich Paketabhängigkeiten sehr gut zurückverfolgen – auch löst aptitude Abhängigkeiten sauberer auf.
- Die Benutzeroberfläche lässt sich als unprivilegierter Nutzer starten; alle Aktionen können so gefahrlos simuliert werden, ohne dass man Gefahr läuft, sein System zu zerschießen.
- aptitudes Benutzeroberfläche vereinfacht den Überblick über veraltete Pakete, indem diese in einem eigenen Unterpunkt „Obsolete und lokale Pakete“ einsortiert.
- aptitudes Oberfläche hat eine Schnittstelle zum Debian Task System, in welchem Tasks manuell konfiguriert werden können, wodurch es tasksel noch aussticht.
- Die Oberfläche zeigt die verschiedenen Versionen aus verschiedenen Quellen an, wodurch ein upgrade/downgrade erleichtert wird.
- … protokolliert seine Aktionen in /var/log/aptitude
- … geht sauber mit Empfehlungen (recommends) um
- … erlaubt nichtstandardmäßige Versionen aus anderen Paketquellen als Bevorzugte zu installieren.
Ich würde dazu einen wichtigen Punkt hinzufügen – nämlich die Tatsache das die Syntax der Basisbefehle m.W. fast identitisch ist. D.h. also „aptitude install“, „aptitude remove“ usw. sind möglich. D.h. eine Umstellung ist nicht schwer.
Ich habe mich da schon seit einiger Zeit drauf umgestellt und bin aber immer wieder erstaunt das einerseits im Ubuntu-Wiki noch apt-get empfohlen wird und andererseits sonst nicht viele User umgestellt haben. Daher dieses Posting.
Ich habe bereits einiges in Wikia Search zu aptitude hinzugefügt.
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